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WordPress-Wartung Kosten: Was Sie 2026 realistisch zahlen

Die Kosten für WordPress-Wartung liegen am Markt zwischen 10 und knapp 300 € im Monat, je nachdem, ob ein Automat oder ein Mensch arbeitet, ob das Hosting dabei ist und wie schnell im Notfall jemand reagiert. Auf dieser Seite steht, was Sie in jeder Preisklasse bekommen, was eine Website insgesamt im Monat kostet, wann sich Wartung selbst machen lohnt und was ich berechne. Ich nenne meine Preise offen, weil „auf Anfrage“ niemandem hilft, der gerade Anbieter vergleicht.

Was der Markt verlangt

Ich habe im September 2026 die Angebote verglichen, die bei Google für „WordPress Wartung“ vorn stehen. Vier Gruppen, mit dem, was Sie jeweils tatsächlich bekommen:

Anbietertyp Preis pro Monat, netto Was Sie bekommen Was fehlt
Automatisierte Update-Dienste 10 bis 30 € Updates per Skript, Backups, E-Mail-Support Niemand prüft, ob die Seite nach dem Update noch aussieht wie vorher
Spezialisierte Freelancer 49 bis 99 € Wöchentliche Updates, Backups, Monitoring, oft Hack-Garantie, persönlicher Kontakt Hosting extra, Vertretung bei Urlaub und Krankheit
Update-Service der Hoster 55 bis 280 € Managed Updates, Hotline, teils Staging Nur mit Hosting-Vertrag des Anbieters, Bindung
Agenturen mit Betreuung 89 bis 250 € Wartung plus Stundenkontingent für Änderungen, Rechtstexte, Lizenzen, Reporting Ticketsystem, wechselnde Ansprechpartner

Hosting kommt bei fast allen noch dazu: 13 bis 30 € im Monat für ein ordentliches WordPress-Hosting in Deutschland mit Staging und täglichen Backups. Wer 5 € zahlt, bekommt in der Regel weder das eine noch das andere.

Preisklassen am Markt im Vergleich

Die Anbietertypen überschneiden sich im Preis. Wer ein Angebot auf dem Tisch hat, fragt sich eher: Was ist für diesen Betrag üblich, und was fehlt? Die folgende Tabelle ordnet nach Preisklassen. Sie beruht auf demselben Vergleich vom September 2026 und auf den Verträgen, die mir Kunden bei der Übernahme ihrer Seiten gezeigt haben. Namen nenne ich bewusst nicht, weil sich Preise und Leistungen ständig ändern.

Preisklasse pro Monat, netto Was typischerweise drin ist Was meistens fehlt Für wen
10 bis 30 € Automatische Updates von Kern, Plugins und Theme, Backup in der Cloud, Erreichbarkeitsprüfung, Bericht per Mail Sichtprüfung nach dem Update, Staging, Hilfe bei Fehlern, oft auch Hosting und Hack-Bereinigung Private Seiten und Blogs, bei denen ein Tag Ausfall niemanden Geld kostet
30 bis 80 € Updates von Hand oder halbautomatisch mit Kontrolle, tägliche Backups, Sicherheits-Scan, Monitoring, persönlicher Ansprechpartner Staging bei jedem Update, feste Reaktionszeit, Änderungen an Inhalten, meist das Hosting Kleine Unternehmen, Praxen, Handwerk, Vereine ohne Mitgliederbereich
80 bis 150 € Updates zuerst auf einer Testkopie, Backups an zweitem Ort, Hack-Garantie, Reaktion am selben Werktag, kleines Kontingent für Änderungen Größere Änderungen, Beratung, SEO-Überwachung, Rufbereitschaft am Wochenende Seiten, die Anfragen, Buchungen oder Mitgliedsbeiträge bringen
150 bis 300 € Alles davor, dazu ein bis mehrere Stunden Änderungen im Monat, Search-Console-Überwachung, Performance-Pflege, regelmäßige Gespräche Rund-um-die-Uhr-Notdienst und individuelle Entwicklung kosten meist extra Shops, mehrsprachige Seiten, Unternehmen mit laufend neuen Inhalten

Über 300 € beginnt der Bereich für große Shops und individuell programmierte Plattformen, mit Notdienst rund um die Uhr und vertraglich festgelegten Reaktionszeiten. Für die meisten Websites, die ich sehe, ist das nicht nötig.

Zwei Dinge fallen beim Vergleichen auf. Erstens: Der Sprung von der ersten zur zweiten Preisklasse ist der wichtigste, denn dort kommt ein Mensch dazu, der nach dem Update hinschaut. Zweitens: Ab etwa 80 € unterscheiden sich die Angebote weniger in der Technik als im Kontingent für Änderungen. Prüfen Sie dann, ob Sie diese Stunden wirklich brauchen.

Schaubild zu WordPress-Wartung Kosten: vier Preisklassen von 10 bis 300 € im Monat mit den jeweils enthaltenen Leistungen
Was in den vier Preisklassen typischerweise enthalten ist. Eigene Auswertung, Stand September 2026.

Was ist ein WordPress-Wartungsvertrag?

Ein WordPress-Wartungsvertrag ist eine Vereinbarung, in der ein Dienstleister die laufende technische Pflege einer WordPress-Website übernimmt, gegen einen festen Monatsbetrag. Im Kern regelt er drei Dinge: welche Arbeiten regelmäßig erledigt werden (Updates, Backups, Sicherheitsprüfung, Überwachung), wie schnell der Anbieter reagiert, wenn etwas ausfällt, und was außerhalb des Vertrags extra kostet.

Entscheidend ist, was ausdrücklich zugesagt ist: ob eine Hack-Bereinigung enthalten ist oder nur „Unterstützung“, ob Updates getestet werden oder nur eingespielt, und wie schnell im Notfall jemand reagiert. Welche Punkte in meinem Vertrag stehen, von der Laufzeit bis zur Übergabe bei Kündigung, beschreibe ich auf der Seite zur WordPress-Wartung im Abschnitt „Was im Wartungsvertrag steht“.

Was den Preis treibt

Sieben Faktoren entscheiden, warum eine Seite 49 € kostet und eine andere 149 €:

  • Anzahl der Plugins. Jedes Plugin ist ein Update und ein Risiko. Eine Seite mit 40 Plugins kostet mehr Zeit als eine mit 12, und sie geht bei Updates häufiger kaputt.
  • Shop. WooCommerce-Updates greifen in Bestellungen, Zahlungen und Versand ein. Sie müssen vor dem Einspielen mit einer Testbestellung geprüft werden.
  • Mehrsprachigkeit. Übersetzungs-Plugins sind komplex und brechen bei Updates am häufigsten.
  • Staging. Wer jedes Update erst auf einer Kopie testet, braucht dafür Hosting und Zeit. Das kostet, verhindert aber die kaputte Seite nach dem Update.
  • Reaktionszeit. „Nächster Werktag“ ist billiger als „heute“, weil es planbar ist.
  • Änderungen. Wenn Texte und Bilder dazugehören, zahlen Sie für Arbeitszeit, nicht für Technik.
  • Wer arbeitet. Ein Skript kostet nichts, ein Mensch, der hinschaut, kostet Zeit. Der Unterschied zeigt sich nicht im Normalfall, sondern an dem Tag, an dem etwas schiefgeht.

Ein achter Faktor wird oft vergessen: der Zustand der Seite bei Übernahme. Eine Installation, die zwei Jahre keine Updates gesehen hat, mit veralteter PHP-Version und einem Theme, dessen Entwickler aufgegeben hat, braucht am Anfang einmalig Arbeit. Seriöse Anbieter sagen das vorher und rechnen es getrennt ab, statt den Monatspreis dauerhaft anzuheben.

Wie viel kostet eine eigene Website im Monat?

Die Wartung ist nur ein Teil der laufenden Kosten. Wer fragt, was eine WordPress-Website im Monat kostet, muss vier Posten zusammenzählen: Hosting, Domain, Wartung und Lizenzen für Premium-Plugins oder ein gekauftes Theme. Die Spannen unten sind Erfahrungswerte aus den Seiten, die ich betreue oder übernommen habe, keine Marktstudie. Alle Beträge netto pro Monat.

Posten Einfache Firmenwebsite Website mit Anfragen oder Buchungen WooCommerce-Shop
Hosting 10 bis 20 € 13 bis 30 € 20 bis 60 €
Domain (.de oder .com) 1 bis 2 € 1 bis 2 € 1 bis 2 €
Wartung 30 bis 80 € 80 bis 150 € 120 bis 300 €
Lizenzen (Premium-Plugins, Theme) 0 bis 5 € 5 bis 15 € 10 bis 40 €
Summe pro Monat etwa 40 bis 105 € etwa 100 bis 200 € etwa 150 bis 400 €

Was nicht in der Tabelle steht: SSL-Zertifikate kosten bei ordentlichen Hostern nichts mehr, Let’s Encrypt ist Standard. E-Mail-Postfächer sind meist im Hosting enthalten, bei Microsoft 365 oder Google Workspace kommen pro Person einige Euro dazu. Und Änderungen an Texten und Bildern zahlen Sie entweder über ein Kontingent im Wartungsvertrag oder nach Aufwand.

Lizenzen sind der Posten, der am häufigsten überrascht. Viele Premium-Plugins, etwa Formular-, Slider- oder Page-Builder-Erweiterungen, laufen als Jahresabo. Läuft die Lizenz aus, funktioniert das Plugin meist weiter, bekommt aber keine Updates mehr, auch keine Sicherheitsupdates. Bei der Übernahme einer Seite liste ich deshalb jede Lizenz mit Ablaufdatum auf.

Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten für einen Website-Wartungsvertrag?

Einen verlässlichen Durchschnitt über alle Anbieter gibt es nicht, weil die Leistungen zu verschieden sind: Ein Skript für 15 € und eine Betreuung mit zwei Stunden Änderungen für 200 € heißen beide „Wartungsvertrag“. Aus meinem Vergleich lässt sich aber sagen, wo die Masse liegt: Die meisten Angebote für kleine und mittlere Unternehmen bewegen sich zwischen 50 und 150 € im Monat, ohne Hosting. Darunter wird meist automatisiert, darüber kommt Arbeitszeit für Inhalte dazu.

Für die Entscheidung ist der Durchschnitt ohnehin die falsche Zahl. Rechnen Sie lieber rückwärts: Was kostet ein Tag, an dem die Seite nicht erreichbar ist, nicht gefunden wird oder Besucher auf eine fremde Seite weiterleitet? Wenn das ein paar Anfragen sind, reicht die mittlere Preisklasse. Wenn es Bestellungen sind, die obere.

Meine Preise

Basis Plus Betreuung
Pro Monat, netto 49 € 89 € 149 €
Hosting bei Mittwald enthalten ✓ ✓ ✓
Updates wöchentlich wöchentlich, auf Staging getestet wie Plus
Backups täglich täglich, plus extern wie Plus
Hack-Garantie – ✓ ✓
Änderungen – 30 Minuten 2 Stunden
Reaktionszeit werktags nächster Werktag am selben Tag am selben Tag

Zuschläge und Nachlässe: WooCommerce oder mehrsprachig plus 40 €. Ohne Hosting minus 15 €. Jahreszahlung: zwei Monate geschenkt. Ab der dritten Website 20 Prozent Nachlass auf jedes weitere Paket.

Der Unterschied zum Markt: Bei mir ist das Hosting drin. Ein Freelancer für 49 € plus Hosting für 15 € kostet 64 €. Mein Basis-Paket kostet 49 €, und ich bin für beides verantwortlich. Wenn etwas nicht geht, gibt es keinen zweiten Anbieter, auf den ich zeigen könnte.

Was die Pakete im Alltag unterscheidet

Die Tabelle zeigt Funktionen. Hier ist, was sie für Sie bedeuten:

Basis ist für Seiten, die sich selten ändern und keine Zahlungen abwickeln: die Website eines Handwerksbetriebs, einer Praxis, eines Vereins ohne Mitgliederbereich. Updates laufen wöchentlich mit Backup davor. Wenn etwas kaputtgeht, ist die Seite nach dem Rückspielen des Backups in Minuten wieder da. Sie erfahren es aus dem Monatsbericht.

Plus ist für Seiten, deren Ausfall Geld kostet: Seiten mit Anfrageformularen, Buchungen, Landingpages für Werbung, Vereinsseiten mit Mitgliederbereich. Jedes Update wird auf einer Kopie getestet, bevor es live geht. Die Seite wird täglich auf Schadcode geprüft, und wenn sie trotzdem gehackt wird, bereinige ich sie kostenlos. Dazu 30 Minuten im Monat für Kleinigkeiten: eine Öffnungszeit, ein neues Teammitglied, ein Bild.

Betreuung ist für alle, die einen Ansprechpartner statt eines Handbuchs wollen. Zwei Stunden Änderungen im Monat, die sich bis zu drei Monate ansammeln, Umsetzung binnen 48 Stunden, dazu die Überwachung der Search Console, damit ich sehe, wenn Google Fehler meldet oder Seiten aus dem Index fallen. Und alle sechs Monate ein Gespräch: Was hat die Seite gebracht, was soll sich ändern. Mehr dazu unter Website-Betreuung.

Was Sie für das Geld sehen: der Monatsbericht

Wartung hat ein Sichtbarkeitsproblem: Wenn sie gut läuft, passiert nichts. Damit Sie trotzdem wissen, wofür Sie zahlen, bekommen Sie jeden Monat einen Bericht per Mail. Darin steht, wie oft die Seite erreichbar war, welche Updates eingespielt wurden, ob ein Update zurückgerollt werden musste, was der Sicherheits-Scan gefunden hat und was ich empfehle. Der Bericht kommt aus meiner Leitstelle, in der jede betreute Seite im Stundentakt geprüft wird.

Ausschnitt aus dem Monatsbericht der WordPress-Wartung: Verfügbarkeit, eingespielte Updates, Ausfälle, Sicherheitsbefunde und Gesundheit der Website
Ausschnitt aus dem Monatsbericht, den jeder Wartungskunde bekommt. Beispieldaten.

Fragen Sie jeden Anbieter nach einem Beispielbericht. Wer keinen zeigen kann, berichtet vermutlich nicht.

Einmalleistungen zum Festpreis

Nicht alles braucht ein Abo. Diese Arbeiten mache ich zum Festpreis, netto:

Leistung Preis Hinweis
Hack-Bereinigung 349 € (Shop 549 €) kostenlos bei Jahresvertrag Plus oder Betreuung
Fehlerbehebung 149 € Diagnose kostenlos, bis 2 Stunden Arbeit
Zugang wiederherstellen 79 € Passwort, Admin, Zwei-Faktor verloren
Wiederherstellung aus Backup 149 € Rekonstruktion ohne Backup ab 490 €
Umzug zu neuem Hoster 249 € (Shop 399 €) kostenlos bei Abschluss eines Wartungspakets
Absicherung 249 € in Plus und Betreuung enthalten
Performance-Optimierung 349 € mit Absicherung zusammen 499 €
Eigenes Plugin oder Funktion ab 990 € Konzept kostenlos, Festpreis vorher

Festpreis heißt bei mir: Der Preis steht, bevor ich anfange, und er ändert sich nicht, wenn es länger dauert. Ändert sich der Umfang, weil beim Arbeiten etwas Neues auftaucht, biete ich es vorher an. Wer zum Wartungspaket wechselt, zahlt für den Umzug zu meinem Hosting nichts.

Stundensatz oder Pauschale?

Manche Anbieter rechnen Wartung nach Stunden ab, meist in Takten von 15 Minuten, Agenturen mit 75 bis 120 € die Stunde. Das wirkt fair, weil Sie nur zahlen, was anfällt. In der Praxis hat es zwei Haken. Erstens wissen Sie vorher nicht, was ein Monat kostet. Zweitens hat der Anbieter keinen Anreiz, Probleme vorzubeugen: Jede Panne ist bezahlte Arbeit.

Eine Pauschale dreht das um. Der Anbieter verdient am meisten, wenn nichts kaputtgeht, also testet er Updates vorher und hält die Seite schlank. Sie haben einen festen Betrag im Budget. Der Haken hier: Ist die Pauschale zu knapp kalkuliert, wird gespart, meist an der Sichtprüfung nach dem Update.

Ich arbeite deshalb mit Pauschalen für die Routine und Festpreisen für alles andere. Nach Stunden rechne ich nur bei der Entwicklung eigener Funktionen ab, mit 95 € die Stunde, und auch dort mit einem Festpreis vorab, wenn der Umfang klar ist. Achten Sie bei Kontingenten darauf, was mit ungenutzten Minuten passiert. Bei mir sammeln sich die zwei Stunden der Betreuung bis zu drei Monate an. Bei vielen Anbietern verfallen sie am Monatsende.

Wartung selbst machen oder beauftragen?

WordPress selbst zu warten ist möglich, und für manche Seiten ist es die richtige Wahl. Entscheidend ist nicht, ob Sie auf „Aktualisieren“ klicken können, sondern ob Sie wissen, was zu tun ist, wenn danach etwas nicht mehr geht.

Was ein Monat Wartung an Zeit kostet, wenn nichts schiefgeht, habe ich für eine typische Firmenwebsite mit 15 bis 20 Plugins geschätzt. Das ist meine eigene Schätzung aus der Arbeit mit solchen Seiten, für jemanden, der sich in WordPress auskennt:

Aufgabe Zeit pro Monat, geschätzt
Updates prüfen, Änderungsprotokolle lesen, einspielen 40 bis 60 Minuten
Seite nach jedem Update durchklicken (Formulare, Menü, Mobilansicht) 30 bis 45 Minuten
Backups kontrollieren, einmal im Quartal Wiederherstellung testen 15 bis 30 Minuten
Sicherheitswarnungen, Login-Versuche, Fehlerprotokoll ansehen 15 bis 20 Minuten
Lizenzen, PHP-Version, Speicherplatz im Blick behalten 10 Minuten
Summe ohne Zwischenfall etwa 2 bis 3 Stunden

Dazu kommt die Zeit, in der Sie lernen, was die Meldungen bedeuten, und jeder Zwischenfall. Ein Plugin-Konflikt, den ich in einer halben Stunde löse, kostet Laien schnell einen Nachmittag.

Selbst machen ist vertretbar, wenn die Seite wenige Plugins hat, keine Formulare oder Zahlungen verarbeitet, ein Ausfall von ein paar Tagen niemandem schadet und Sie Freude an der Technik haben. Beauftragen lohnt sich, sobald die Website Anfragen bringt, sobald Updates mehrere Wochen liegen bleiben, weil im Alltag keine Zeit ist, oder sobald niemand im Haus ein Backup zurückspielen kann. Das größte Risiko beim Selbermachen ist nicht das Update, sondern die Pause: Laut dem Patchstack-Bericht „State of WordPress Security 2026“ steckten 91 Prozent der neu gemeldeten Lücken in Plugins. Welche gerade ausgenutzt werden, zeige ich in meiner Übersicht der aktuellen WordPress-Sicherheitslücken. Wer selbst wartet, findet die Grundlagen in meinem Ratgeber WordPress absichern.

Was kostet eine Update-Panne ohne Wartung?

Die Rechnung für Wartung ist leicht zu sehen. Die Rechnung ohne Wartung kommt unregelmäßig, dafür auf einmal. Drei typische Fälle aus meiner Arbeit, mit meinen Festpreisen:

Das Update legt die Seite lahm. Ein Plugin wird aktualisiert, danach zeigt die Seite „Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website“. Wer weiß, wie es geht, ist in einer Viertelstunde wieder online, eine Anleitung steht unter kritischer Fehler in WordPress. Wer es nicht weiß, beauftragt jemanden: bei mir 149 € für die Fehlerbehebung, bei Abrechnung nach Stunden oft mehr. Gibt es kein brauchbares Backup und ist die Datenbank beschädigt, beginnt die Rekonstruktion bei 490 €.

Die Seite wird gehackt. Veraltete Plugins sind der häufigste Weg hinein. Die Bereinigung kostet bei mir 349 €, bei einem Shop 549 €, mit 30 Tagen Garantie. Dazu kommen Kosten, die auf keiner Rechnung stehen: Tage, an denen die Seite Besucher auf Spam umleitet, die Google-Warnung, die noch nach der Bereinigung abschreckt, und bei Shops die Frage, ob Kundendaten betroffen sind. Was in diesem Fall zuerst zu tun ist, steht unter WordPress gehackt.

Die Seite ist einfach weg. Der Hoster sperrt den Zugang wegen Schadcode, die Domain ist ausgelaufen, oder ein Update der PHP-Version beim Hoster legt das alte Theme still. Die Reparatur ist meist eine Fehlerbehebung zum Festpreis, der Schaden liegt in den Tagen, an denen niemand anfragen kann.

Eine einzige Panne im Jahr kostet damit ungefähr so viel wie drei bis sieben Monate Basis-Wartung. Zwei Pannen, und die Wartung hätte sich gerechnet, ohne dass der Ärger eingerechnet ist.

Was kostet WordPress-Wartung für einen Shop?

Bei WooCommerce-Shops ist Wartung teurer, und das hat einen sachlichen Grund. Ein Update von WooCommerce oder einem Zahlungs-Plugin greift in Warenkorb, Kasse und Bestellmails ein. Ein Fehler zeigt sich dort nicht als kaputtes Layout, sondern als Bestellung, die nie ankommt. Deshalb teste ich Shop-Updates immer zuerst auf Staging, mit einer Testbestellung bis zur Bestätigungsmail.

Bei mir kostet ein Shop oder eine mehrsprachige Seite 40 € im Monat mehr als das gewählte Paket, ein Shop im Paket Plus also 129 €. Am Markt liegen Shop-Wartungen meist in der oberen Preisklasse ab 150 €, bei großen Shops mit vielen Erweiterungen deutlich darüber. Ein Shop im Basis-Paket ohne Staging ist möglich, ich rate aber davon ab.

Drei Rechenbeispiele

Beispiel 1: Handwerksbetrieb, Website ohne Shop. Ein Jahr Basis kostet 588 €. Darin steckt das Hosting, das Sie ohnehin zahlen, bei Mittwald etwa 156 € im Jahr. Die reine Wartung kostet also 432 € im Jahr, 36 € im Monat. Ein einziger Hack ohne Wartung kostet 349 € Bereinigung, dazu die Tage, an denen die Seite Kunden auf einen Spam-Shop weiterleitet, dazu die Google-Warnung, die noch Wochen nach der Bereinigung Besucher abschreckt. Wer eine Anfrage im Monat über die Website bekommt, hat den Jahresbeitrag mit dem ersten verhinderten Ausfall zurück.

Beispiel 2: Verein mit Mitgliederbereich und Veranstaltungskalender. Plus für 89 € im Monat, 1.068 € im Jahr. Alternative: Der Vorstand macht Updates selbst, alle paar Monate, wenn jemand Zeit hat. Beim dritten Update bricht das Kalender-Plugin, die Anmeldung zur Jahreshauptversammlung fällt aus, ein Mitglied kennt jemanden, der es für 90 € die Stunde repariert. Nach sechs Stunden ist es wieder da. Das eine Ereignis hat mehr gekostet als sechs Monate Plus, und die Seite ist danach genauso ungewartet wie vorher.

Beispiel 3: Kleines Unternehmen, Website mit Anfrageformular und wöchentlich neuen Inhalten. Betreuung für 149 €, 1.788 € im Jahr. Darin: 24 Stunden Änderungen im Jahr, die sonst bei einer Agentur 75 bis 120 € die Stunde kosten, also 1.800 bis 2.880 € allein dafür. Die Wartung, das Hosting und die Überwachung sind dann rechnerisch umsonst.

Mit Jahreszahlung sinken alle drei Beträge um zwei Monatsbeiträge: Basis kostet dann 490 € im Jahr, Plus 890 €, Betreuung 1.490 €.

Wir haben mit Kai Rauch in Bezug auf die Neugestaltung unserer Webseite zusammengearbeitet. Unser Wunsch war es, eine moderne, responsive Webseite zu erstellen, die uns und unser aktuelles Dienstleistungsportfolio darstellt. Der mit Hilfe von Herrn Rauch gestaltete Auftritt entspricht genau unseren Vorstellungen. Herr Rauch hat uns exzellent im Hinblick auf alle WordPress-Themen und inhaltliche Fragestellungen unterstützt. Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und ist jedem zu empfehlen, der einen professionellen Webauftritt erstellen möchte.
Michael Wehrheim
MMC Finance, mmc-finance.de

Woran Sie ein schlechtes Angebot erkennen

  • Kein Preis auf der Website. Wer „auf Anfrage“ schreibt, will erst wissen, was Sie zahlen können.
  • „Unbegrenzte Änderungen“ für 30 €. Das kann nur ein Automat sein, oder die Änderungen kommen nie.
  • Keine Aussage zu Backups. Fragen Sie: Wie oft, wie lange aufbewahrt, wo gespeichert. Wenn die Antwort „beim Hoster“ ist, liegt das Backup auf dem Server, der gerade gesperrt wird.
  • Keine Reaktionszeit. „Schnellstmöglich“ ist keine Zusage.
  • Zwölf Monate Mindestlaufzeit ohne Testphase. Seriöse Wartung hat nichts zu befürchten, wenn Sie nach drei Monaten gehen könnten.
  • Hack-Schutz ohne Hack-Garantie. „Sicherheitsplugin inklusive“ heißt nicht, dass jemand die Seite bereinigt, wenn sie trotzdem befallen wird.
  • Zugänge bleiben beim Anbieter. Wenn Hosting und Domain auf den Namen des Dienstleisters laufen, ist ein Wechsel später teuer und mühsam.

Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten

Bevor Sie unterschreiben, lohnt ein kurzer Fragenkatalog. Die Antworten zeigen mehr als jede Paketübersicht:

  1. Wer spielt die Updates ein, ein Mensch oder ein Skript? Und wer prüft danach, ob die Seite noch funktioniert?
  2. Werden Updates vorher auf einer Kopie getestet? Immer, nur bei großen Updates oder nie?
  3. Wo liegen die Backups, wie lange werden sie aufbewahrt, und wann wurde zuletzt eine Wiederherstellung getestet?
  4. Wie schnell reagieren Sie, wenn die Seite ausfällt? Gilt das auch am Freitagnachmittag?
  5. Was passiert, wenn die Seite gehackt wird? Ist die Bereinigung im Preis enthalten oder kostet sie extra?
  6. Ist das Hosting enthalten, und auf wessen Namen laufen Hosting-Vertrag und Domain?
  7. Was kostet eine Arbeit außerhalb des Pakets? Stundensatz oder Festpreis, und wird vorher gefragt?
  8. Verfallen ungenutzte Minuten am Monatsende?
  9. Wie lange ist die Laufzeit, und was bekomme ich bei Kündigung? Vollständiges Backup, Zugänge, Lizenzen?
  10. Kann ich einen Beispielbericht sehen?

Ein guter Anbieter beantwortet jede dieser Fragen in einem Satz. Wer ausweicht, hat an dieser Stelle meist eine Lücke im Angebot.

Häufige Fragen

Was kostet WordPress-Wartung im Monat?

Am Markt zwischen 10 und knapp 300 € im Monat netto. Automatisierte Dienste kosten 10 bis 30 €, Freelancer 49 bis 99 €, Update-Services der Hoster 55 bis 280 €, Agenturen mit Betreuung 89 bis 250 €. Hosting kommt meist dazu. Bei mir kostet Wartung 49, 89 oder 149 € inklusive Hosting.

Warum kostet Basis nur 49 €, wenn andere für Wartung allein 49 € nehmen?

Weil ich das Hosting selbst betreibe und deshalb weniger Zeit für Abstimmung mit fremden Hostern brauche. Die Ersparnis gebe ich weiter. Und weil Routine-Updates in meinem Team nach Checkliste laufen, was günstiger ist, als wenn ich jedes Update selbst klicke. Prüfen tue ich sie trotzdem.

Gibt es versteckte Kosten?

Nein. Plugins, die Sie bereits bezahlt haben, laufen weiter. Lizenzen für neue Premium-Plugins bespreche ich vorher. Arbeiten außerhalb des Pakets biete ich immer vorher zum Festpreis an.

Was kostet WordPress-Wartung für einen WooCommerce-Shop?

Bei mir 40 € im Monat mehr als das gewählte Paket, also 129 € im Paket Plus. Shop-Updates teste ich immer zuerst auf Staging mit einer Testbestellung. Am Markt liegen Shop-Wartungen meist ab 150 € im Monat.

Lohnt sich Wartung für eine kleine Website?

Ja, sobald die Seite Anfragen bringt oder Ihr Unternehmen nach außen vertritt. Eine einzige Hack-Bereinigung kostet 349 € und damit so viel wie sieben Monate Basis-Wartung, ohne die Tage Ausfall.

Kann ich das Paket wechseln?

Jederzeit zum Monatsende, nach oben sofort.

Sind die Preise netto?

Ja, alle Preise zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer. Sie erhalten eine ordentliche Rechnung, bei Jahreszahlung eine für das ganze Jahr.

Was kostet Wartung für mehrere Websites?

Ab der dritten Website 20 Prozent Nachlass auf jedes weitere Paket. Agenturen mit vielen Kundenseiten erhalten ein eigenes Angebot.

Was passiert, wenn ich kündige?

Sie bekommen ein vollständiges Backup der Seite und, wenn Sie das Hosting bei Mittwald behalten wollen, die Zugänge zum Vertrag. Es gibt keine Sperren und keine Übergabegebühr.

Kann ich erst einmal testen?

Die Laufzeit von drei Monaten ist die Testphase. Danach entscheiden Sie monatlich.

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