Ist WordPress noch zeitgemäß? Für die meisten Websites mit Inhalten, die regelmäßig wachsen, ja: Es ist das verbreitetste System der Welt, wird aktiv weiterentwickelt und gehört Ihnen, nicht einem Plattformbetreiber. Es ist aber nicht pflegeleicht, und für eine reine Visitenkarte ohne Pflege oder einen großen Shop gibt es bessere Lösungen.
Eine Vorbemerkung, damit Sie diesen Text richtig einordnen: Ich arbeite seit 2009 mit WordPress und verdiene mein Geld mit der Wartung und Betreuung von WordPress-Seiten. Ich habe also ein Interesse daran, dass Sie bei WordPress bleiben. Gerade deshalb schreibe ich hier auch auf, wann ich Kunden davon abrate. Eine Seite, die mit dem falschen System gebaut wurde, macht niemanden glücklich, auch den nicht, der sie warten soll.
Wie verbreitet ist WordPress heute?
Die verlässlichste öffentliche Quelle für Marktanteile von Content-Management-Systemen ist W3Techs. Dort lief WordPress am 3. Oktober 2026 auf 40,2 % aller Websites und hatte unter den Websites mit erkennbarem CMS einen Anteil von 58,6 %. Zum Vergleich: Shopify kommt auf 7,8 %, Wix auf 6,1 %, Squarespace auf 3,6 % und Joomla auf 1,6 % (jeweils Anteil unter den Websites mit erkennbarem CMS, W3Techs, Oktober 2026).
In Deutschland ist der Vorsprung noch größer: Im .de-Segment von W3Techs liegt der WordPress-Anteil bei 54,1 % aller Websites. Etwa jede zweite deutsche Website läuft also mit WordPress.
Verbreitung allein beweist nicht, dass etwas gut ist. Sie hat aber handfeste Folgen: Sie finden für WordPress überall jemanden, der sich auskennt, fast jeder Hoster bietet passende Tarife, und wenn Ihr Dienstleister aufhört, ist Ihre Seite kein Sonderfall, den niemand mehr anfassen will.
Welche WordPress-Versionen und PHP-Versionen gerade tatsächlich im Einsatz sind, ändert sich täglich. Deshalb nenne ich hier keine Zahlen, sondern verweise auf meine Live-Auswertungen der wordpress.org-Statistik: die Verteilung der WordPress-Versionen und die Verteilung der PHP-Versionen. Dort sehen Sie auch, wie groß der Anteil der Installationen ist, die auf veralteter Software laufen, und das ist für die Frage nach der Zeitgemäßheit aufschlussreicher als jeder Marktanteil.
Ist WordPress veraltet? Was sich in den letzten Jahren verändert hat
Das Bild von WordPress als „Blog-Software mit PHP-Altlasten“ stammt aus einer Zeit, die eine Weile her ist. Drei Entwicklungen haben das System spürbar verändert.
Der Block-Editor und Full Site Editing. Seit 2018 werden Inhalte in Blöcken gebaut: Absatz, Bild, Spalten, Tabelle, Schaltfläche. Mit Full Site Editing lassen sich bei Block-Themes inzwischen auch Kopfbereich, Fußzeile und Vorlagen im selben Editor gestalten, ohne Code und ohne zusätzlichen Page Builder. Der Übergang war holprig, und manche Redakteure vermissen den alten Editor bis heute. Für neue Seiten ist der Block-Editor aber die Grundlage, auf der ich baue.
Performance. Der Kern ist in den letzten Versionen an vielen Stellen schneller geworden, etwa beim Laden von Bildern, bei Skripten und Schriften. Die eigentlichen Bremsen sitzen aber selten im Kern, sondern in Hosting, Plugins und Themes. Eine schlanke WordPress-Seite auf ordentlichem Hosting lädt so schnell wie eine Baukastenseite, oft schneller. Woran es meistens hängt, beschreibe ich ausführlich im Beitrag WordPress langsam.
KI-Funktionen. WordPress wird gerade an vielen Stellen für KI-Werkzeuge geöffnet: Hilfen beim Schreiben und Übersetzen, beim Erzeugen von Alt-Texten oder beim Aufbau von Seiten. Vieles davon kommt bislang über Plugins und Hoster-Werkzeuge, nicht aus dem Kern. Entscheidend ist der Unterschied zu geschlossenen Baukästen: Bei WordPress entscheiden Sie selbst, welches Werkzeug Sie anbinden und wohin Ihre Inhalte dabei geschickt werden.
Die Entwicklung läuft weiter in festen Zyklen: Aktuell ist die Versionsreihe 7.1, zuletzt mit dem Wartungsupdate 7.1.2 vom 22. September 2026 (wordpress.org News). Veraltet ist WordPress also nicht. Veraltet sind viele WordPress-Installationen, und das ist ein anderes Problem.
Die ehrlichen Nachteile von WordPress
Wer nur Vorteile aufzählt, verkauft. Diese fünf Nachteile sehe ich jede Woche in der Praxis.
Wartung ist Pflicht, nicht Kür
WordPress, Themes und Plugins bekommen laufend Updates, viele davon schließen Sicherheitslücken. Wer eine Seite aufsetzt und dann zwei Jahre nicht anfasst, betreibt nach zwei Jahren eine Seite mit bekannten Lücken. Ein Baukasten nimmt Ihnen diese Arbeit ab, WordPress nicht. Sie können sie selbst erledigen, einem Dienstleister geben oder automatisieren, aber irgendjemand muss sie tun. Das ist der wichtigste Unterschied, und er wird in vielen Vergleichen kleingeredet.
Plugin-Abhängigkeit
Die riesige Auswahl an Plugins ist Stärke und Schwäche zugleich. Jedes Plugin ist Code eines anderen Entwicklers, mit eigener Qualität, eigenem Update-Tempo und eigener Lebensdauer. Wird ein wichtiges Plugin eingestellt, müssen Sie Ersatz suchen, und manchmal hängt daran die halbe Seite.
Sicherheitslücken stecken meist in Plugins
Der WordPress-Kern ist gut abgesichert und wird schnell gepatcht. Die große Mehrheit der Lücken findet sich in Erweiterungen. Welche Lücken gerade neu gemeldet werden und wie viele davon ausgenutzt werden, zeige ich laufend in der Übersicht aktuelle WordPress-Sicherheitslücken. Die Verbreitung von WordPress macht es außerdem zum lohnenden Ziel für automatisierte Angriffe: Bots probieren dieselbe Lücke bei Tausenden Seiten gleichzeitig aus.
Page-Builder-Ballast
Viele Seiten wurden in den letzten zehn Jahren mit großen Page Buildern gebaut. Die machen die Gestaltung bequem, laden aber oft Skripte und Stile für Funktionen, die gar nicht genutzt werden. Dazu kommt eine starke Bindung: Wer den Builder wechseln will, baut die Seiten meist neu. Das ist kein Fehler von WordPress, aber ein typisches Problem von WordPress-Seiten.
Laufende Kosten für Premium-Erweiterungen
Der Kern ist kostenlos, viele gute Plugins sind es nicht. Formular-, Backup-, SEO- und Shop-Erweiterungen sowie Premium-Themes werden meist als Jahreslizenz verkauft. Einzeln sind die Beträge überschaubar, zusammen kommt über die Jahre einiges zusammen. Wer die Lizenzen auslaufen lässt, bekommt keine Updates mehr, und dann wird aus einer Kostenfrage eine Sicherheitsfrage.
Was ist besser als WordPress? Die Alternativen im Vergleich
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was Sie vorhaben und wer die Seite pflegt. Ein objektiv besseres System gibt es nicht, nur ein passenderes. Die folgende Tabelle vergleicht die Gruppen, die mir in Gesprächen am häufigsten begegnen. Preise einzelner Anbieter nenne ich nicht, weil sie sich häufig ändern und von Tarif und Laufzeit abhängen.
| Kriterium | WordPress (selbst gehostet) | Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) | Shopify | TYPO3 oder Craft CMS | Statische Seite oder Headless |
|---|---|---|---|---|---|
| Laufende Kosten | Hosting, Domain, Wartung, Lizenzen; gut planbar | Monatlicher Tarif, alles drin; Zusatzfunktionen kosten extra | Monatlicher Tarif plus Gebühren je nach Zahlungsart und Apps | Höher, vor allem durch Entwicklung und Betreuung | Hosting günstig, Entwicklung und jede Änderung teurer |
| Kontrolle | Vollständig: Code, Daten, Server | Gering: nur was der Anbieter erlaubt | Mittel: im Rahmen der Plattform und ihrer Apps | Vollständig | Vollständig |
| Datenschutz und Serverstandort | Frei wählbar, Hosting in Deutschland problemlos | Vom Anbieter festgelegt, oft außerhalb der EU | Vom Anbieter festgelegt | Frei wählbar | Frei wählbar, bei Headless abhängig vom Inhaltsdienst |
| Wartungsaufwand | Hoch: Updates, Backups, Überwachung | Gering: macht der Anbieter | Gering bis mittel: Apps und Theme pflegen | Hoch, braucht Fachleute | Gering im Betrieb, hoch bei Änderungen am Code |
| Umzugsfähigkeit | Sehr gut: zu jedem Hoster, mit allen Inhalten | Schlecht: Inhalte lassen sich kaum mitnehmen | Mittel: Produkte und Kunden exportierbar, Gestaltung nicht | Gut | Gut, Code und Inhalte gehören Ihnen |
| Wer kann es pflegen? | Redakteure nach kurzer Einweisung, Technik durch Fachleute | Jeder, ohne Vorwissen | Shop-Betreiber nach kurzer Einarbeitung | Redakteure ja, Technik nur Spezialisten | Inhalte je nach Lösung, Technik nur Entwickler |
| Passt gut für | Unternehmensseiten, Vereine, Ratgeber, kleine bis mittlere Shops | Visitenkarte, kleine Seite, die selten wächst | Shops mit vielen Bestellungen und wenig Redaktion | Große Organisationen, viele Sprachen, viele Redakteure | Seiten mit festen Inhalten, Entwicklerteams |
WordPress oder Baukasten?
Das ist die häufigste Frage, die mir kleine Unternehmen stellen. Ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace ist schnell eingerichtet und nimmt Ihnen Technik und Updates ab. Dafür mieten Sie Ihre Seite: Gestaltung, Funktionen und Serverstandort bestimmt der Anbieter, und wenn Sie später wechseln wollen, nehmen Sie im Wesentlichen Ihre Texte und Bilder per Hand mit. Für eine kleine Seite, die einmal steht und sich kaum ändert, ist das ein fairer Tausch. Für eine Seite, die über Jahre wachsen und bei Google gefunden werden soll, stößt der Baukasten früher an Grenzen, vor allem bei Ladezeit, technischer Suchmaschinenoptimierung und eigenen Funktionen.
Shopify oder WooCommerce?
Für einen Shop, bei dem Verkaufen im Vordergrund steht, mit vielen Bestellungen und wenig redaktionellem Inhalt, ist Shopify oft die bessere Wahl. Zahlungsabwicklung, Sicherheit und Lastspitzen liegen dort beim Anbieter. WooCommerce auf WordPress spielt seine Stärken aus, wenn Shop und Inhalte zusammengehören, etwa bei einem Fachhändler mit Ratgeberteil, und wenn Sie volle Kontrolle über Daten und Gebühren behalten wollen.
TYPO3, Craft und Headless
TYPO3 ist in Deutschland bei Hochschulen, Verwaltungen und großen Unternehmen verbreitet: stark bei Rechten, Mehrsprachigkeit und vielen Redakteuren, aber aufwendiger und teurer in Entwicklung und Betreuung. Craft CMS ist schlanker und eher etwas für individuell entwickelte Seiten. Statische Seiten und Headless-Lösungen sind schnell und sicher, weil im Betrieb kaum etwas angreifbar ist. Dafür braucht jede Änderung an Struktur oder Funktion einen Entwickler. Für eine Website, deren Inhalte ein Laie selbst pflegen soll, ist das selten die richtige Wahl.
Wann WordPress nicht die richtige Wahl ist
Diese Fälle sehe ich immer wieder, und in diesen Fällen rate ich von WordPress ab, auch wenn ich damit einen Auftrag verliere.
- Die Visitenkarte, um die sich niemand kümmert. Eine Seite mit Adresse, Öffnungszeiten und drei Fotos, die einmal aufgesetzt wird und dann jahrelang niemand anfasst. Wenn weder Sie noch ein Dienstleister Updates machen, ist ein Baukasten sicherer, weil dort wenigstens der Anbieter aktualisiert. Eine ungepflegte WordPress-Seite ist auf Dauer ein Sicherheitsrisiko.
- Der reine Shop mit hohem Volumen. Viele Bestellungen, Lastspitzen bei Aktionen, kaum redaktionelle Inhalte: Dann trägt eine Shop-Plattform das Risiko besser, und Sie konzentrieren sich aufs Verkaufen.
- Die Organisation mit komplexen Rechten und vielen Sprachen. Wenn Dutzende Redakteure in mehreren Sprachen mit fein abgestuften Freigaben arbeiten, kann WordPress das mit Erweiterungen zwar lösen, aber ein System wie TYPO3 bringt es von Haus aus mit.
- Die Anwendung, die keine Website ist. Ein Buchungsportal oder eine Kundenplattform mit Abrechnung lässt sich mit WordPress biegen, ein passendes Framework ist dafür meist sauberer.
- Kein Budget für Pflege, auch nicht später. Wer weiß, dass weder Zeit noch Geld für laufende Betreuung da sein wird, sollte das vor dem Start ehrlich einplanen und das System danach wählen.
Für alles dazwischen, also die typische Website eines Handwerksbetriebs, einer Praxis, eines Vereins, eines Beraters oder eines kleinen Shops mit Inhalten, ist WordPress nach meiner Erfahrung weiterhin die beste Mischung aus Freiheit, Kosten und Zukunftssicherheit.
Wie viel kostet WordPress im Monat?
WordPress selbst kostet nichts. Was kostet, ist der Betrieb. Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte aus den Seiten, die ich betreue und übernehme, netto und für eine typische Unternehmenswebsite ohne große Sonderfunktionen.
| Posten | Was dahintersteckt | Erfahrungswert pro Monat |
|---|---|---|
| Hosting | Ordentliches WordPress-Hosting in Deutschland mit täglichen Backups und Staging | 13 bis 30 € |
| Domain | Eine .de-Domain beim Hoster oder Registrar | 1 bis 2 € |
| Premium-Plugins und Theme | Jahreslizenzen, auf den Monat umgerechnet | 0 bis 20 € |
| Wartung | Updates, Backups, Überwachung, Hilfe im Notfall | 0 € selbst gemacht, am Markt 10 bis 280 € |
Eine kleine Unternehmensseite liegt damit realistisch zwischen 15 € im Monat, wenn Sie alles selbst machen, und 60 bis 150 €, wenn ein Mensch sich verantwortlich darum kümmert. Die Spanne bei der Wartung ist groß, weil zwischen einem automatischen Update-Dienst und einer persönlichen Betreuung mit Änderungen ein großer Unterschied liegt. Was in den einzelnen Stufen steckt und woran Sie unseriöse Angebote erkennen, habe ich auf der Seite Was kostet WordPress-Wartung? aufgeschlüsselt. Bei mir liegen die Pakete bei 49, 89 oder 149 € im Monat, das Hosting ist jeweils enthalten.
Ein Baukasten-Tarif wirkt auf den ersten Blick günstiger, weil Hosting und Updates im Preis stecken. Rechnen Sie aber mit, was Zusatzfunktionen und höhere Tarife kosten, sobald die Seite wächst, und dass ein späterer Wechsel einen Neubau bedeutet.
Hat WordPress Zukunft?
Nüchtern betrachtet spricht wenig dafür, dass WordPress in den nächsten Jahren verschwindet. Die Software ist quelloffen, sie gehört keinem einzelnen Unternehmen, und selbst wenn eine Firma im Umfeld sich zurückzöge, gäbe es den Code, die Entwickler und die Hoster weiter. Bei einem geschlossenen Baukasten hängt dagegen alles am Geschäftsmodell eines Anbieters.
Es gibt auch Gegenwind. Der Marktanteil wächst nicht mehr so stark wie früher, Baukästen und Shop-Plattformen holen bei kleinen Seiten auf, und die Diskussionen in der WordPress-Gemeinschaft über Steuerung und Richtung sind öffentlich und manchmal laut.
Für Ihre Entscheidung heißt das: Eine heute mit WordPress gebaute Seite wird in fünf Jahren noch betrieben und gepflegt werden können, mit großer Wahrscheinlichkeit auch in zehn. Die größere Gefahr für Ihre Seite ist nicht das Ende von WordPress, sondern ein Theme oder Page Builder, der eingestellt wird, und Plugins, die niemand mehr pflegt. Darauf sollten Sie beim Bau achten.
Ist WordPress vertrauenswürdig?
WordPress wird von einer großen Gemeinschaft entwickelt, Sicherheitslücken im Kern werden schnell geschlossen, und für kritische Fälle gibt es automatische Sicherheitsupdates. Das System ist so vertrauenswürdig wie seine Pflege. Eine aktuelle Installation mit wenigen, gepflegten Plugins auf einem guten Hosting ist sicher. Eine Installation, die seit Jahren keine Updates bekommen hat, ist es nicht, und dann hilft auch der beste Kern nichts.
Entscheidungshilfe: fünf Fragen
Beantworten Sie diese fünf Fragen ehrlich. Sie führen in den meisten Fällen zu einer klaren Antwort.
- Wird sich die Seite regelmäßig verändern? Neue Beiträge, Angebote, Termine, Referenzen: Dann spricht viel für WordPress. Bleibt sie über Jahre gleich: Baukasten oder statische Seite.
- Wer kümmert sich um Updates und Backups? Wenn Sie darauf eine klare Antwort haben, sei es Sie selbst oder ein Dienstleister: WordPress. Wenn nicht: Baukasten, oder Sie klären diese Frage, bevor Sie bauen.
- Ist der Shop das Kerngeschäft? Viele Bestellungen, wenig Inhalt: Shopify. Shop und Inhalte gehören zusammen: WordPress mit WooCommerce.
- Wie wichtig sind Serverstandort und Datenhoheit? Wenn Sie Kundendaten verarbeiten, Gesundheitsdaten berühren oder Ihre Kunden nach dem Serverstandort fragen: ein selbst gehostetes System, also WordPress, TYPO3 oder eine eigene Lösung.
- Wollen Sie in fünf Jahren den Anbieter wechseln können? Wenn ja, ohne die Seite neu zu bauen: WordPress oder ein anderes offenes System. Beim Baukasten bleibt Ihnen dann nur der Neubau.
Drei oder mehr Antworten in Richtung WordPress: Dann ist es für Ihr Vorhaben zeitgemäß. Drei oder mehr in Richtung Baukasten oder Plattform: Dann sparen Sie mit der Alternative Geld und Nerven, und das ist völlig in Ordnung.
Sie haben schon eine WordPress-Seite?
Dann ist die Frage meist nicht „WordPress oder nicht“, sondern „in welchem Zustand ist sie?“. Viele Seiten, die mir als „veraltet“ beschrieben werden, laufen auf alter PHP-Version mit einem eingestellten Page Builder. Das ist kein Grund für einen Neubau mit einem anderen System, sondern für eine Bestandsaufnahme: Was lässt sich aktualisieren, was ersetzen, was kann weg.
Genau das mache ich, wenn ich eine bestehende Seite übernehme. Ich prüfe Version, Plugins, Theme und Hosting, bringe die Seite auf einen sauberen Stand und halte sie dann mit der WordPress-Wartung dort. Wenn Sie zusätzlich jemanden brauchen, der Inhalte einpflegt und kleine Änderungen umsetzt, ist die Website-Betreuung das passende Paket. Und wenn ich bei der Prüfung zu dem Ergebnis komme, dass ein anderes System für Sie besser passt, sage ich Ihnen auch das.
Häufige Fragen
Ist WordPress noch zeitgemäß?
Ja, für die meisten Websites mit Inhalten, die wachsen sollen. WordPress läuft laut W3Techs auf 40,2 % aller Websites (Oktober 2026), wird aktiv weiterentwickelt und gehört Ihnen selbst. Voraussetzung ist regelmäßige Wartung. Für eine Visitenkarte ohne Pflege oder einen großen reinen Shop gibt es passendere Lösungen.
Ist WordPress veraltet?
Nein. Block-Editor, Full Site Editing und laufende Verbesserungen bei der Performance haben das System deutlich modernisiert, neue Versionen erscheinen in festen Zyklen. Veraltet sind viele einzelne Installationen, die seit Jahren keine Updates bekommen haben.
Was ist besser als WordPress?
Kein System ist grundsätzlich besser, nur für bestimmte Fälle passender. Für eine kleine Seite ohne Pflege ist ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace einfacher, für einen reinen Shop mit vielen Bestellungen Shopify, für große Organisationen mit vielen Redakteuren TYPO3. Für Unternehmensseiten, Vereine und Shops mit Inhalten bleibt WordPress die flexibelste Wahl.
Wie viel kostet WordPress im Monat?
Die Software ist kostenlos. Für Hosting zahlen Sie etwa 13 bis 30 €, für die Domain 1 bis 2 €, für Premium-Plugins bis rund 20 € im Monat. Dazu kommt die Wartung: selbst gemacht kostenlos, am Markt zwischen 10 und 280 € im Monat. Eine kleine Unternehmensseite mit verantwortlicher Betreuung liegt meist bei 60 bis 150 € im Monat.
Hat WordPress Zukunft?
Ja. WordPress ist quelloffen, gehört keinem einzelnen Unternehmen und hat eine große Gemeinschaft aus Entwicklern und Hostern. Eine heute gebaute Seite lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch in zehn Jahren noch betreiben. Größere Risiken sind eingestellte Themes, Page Builder und ungepflegte Plugins.
Ist WordPress vertrauenswürdig?
Ja, wenn es gepflegt wird. Lücken im Kern werden schnell geschlossen, die meisten Sicherheitsprobleme stammen aus veralteten Plugins und Themes. Eine aktuelle Installation mit wenigen, gepflegten Erweiterungen auf gutem Hosting ist sicher.
Was sind die Nachteile von WordPress?
Der laufende Wartungsaufwand, die Abhängigkeit von Plugins anderer Entwickler, Sicherheitslücken in Erweiterungen, Ballast durch schwere Page Builder und Kosten für Premium-Lizenzen. Alle fünf lassen sich mit einer schlanken Einrichtung und regelmäßiger Wartung beherrschen, aber nicht ignorieren.